Pianistenfestival Böblingen
2019 mit Schwerpunkt Amerika


Eugène Mursky (Russland), Freitag, 11.Janar 2019, 20 Uhr 

Programm:

Wolfgang Amadeus Mozart:
Sonate F-Dur KV 332

Frédéric Chopin:
Mazurken
a-Moll op. 17/4
C-Dur op. 24/2
Des-Dur op. 30/3
Andante Spianato et grande Polonaise Brillante op. 22

Pause  

George Gershwin:
Drei Préludes

George Crumb:
Makrokosmos Volume 1/1-4

Franz Liszt:
Liebestraum Nr. 3, S. 298
Ungarische Rhapsodie Nr. 12, S. 244

VITA:

Eugene Mursky wurde 1975 in Taschkent, der Hauptstadt von Usbekistan in der ehemaligen UdSSR geboren. Im Alter von sechs Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht an einer Jugendmusikschule, zwei Jahre später wurde er in die Klasse der berühmten Klavierpädagogin Tamara Popowitsch am Institut für hochbegabte Kinder aufgenommen. Als Zwölfjähriger reiste Eugene Mursky zum ersten Mal nach Moskau und wurde Schüler bei Prof. Lev Naumov, einem der bekanntesten Klavierlehrer der Sowjetunion. Ein Jahr später feierte er seinen ersten großen Erfolg in Taschkent mit dem 2. Klavierkonzert von F. Chopin als Solist des Usbekischen Staatsorchesters. 1989 wurde ihm der 1. Preis beim Nationalen Klavierwettbewerb der Republik Usbekistan verliehen, 1990 der „Grand Prix“ beim 5. Klavierwettbewerb der Zentralasiatischen Republiken.

1993 kam Eugene Mursky nach Deutschland und begann ein künstlerisches Studium bei Reinhard Becker an der Musikhochschule Trossingen. Während dieses Studiums erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der Kunststiftung Baden-Württemberg. Ein Höhepunkt im künstlerischen Werdegang des Pianisten war 1994 die Verleihung des 1. Preises beim World Piano Competition in London, verbunden mit dem Preis für die beste Chopin-Interpretation. Nach diesem großen Erfolg wurde Mursky eingeladen, auf renommierten Bühnen in Großbritannien, Deutschland, Italien, Japan und in den USA zu konzertieren und mit Orchestern wie dem London Symphony Orchestra, dem Irish National Orchestra Dublin, dem Orchestre National de Lille, dem Königlich Philharmonischen Orchester Stockholm und dem Singapore Symphony Orchestra solistisch aufzutreten. 1997 und 1998 setzte Eugene Mursky sein Studium an der Musikhochschule Hannover bei Prof. Einar Steen-Nökleberg fort. In den folgenden Jahren gewann er mehrere internationale Wettbewerbe, so 2000 den „Edvard Grieg Wettbewerb“ in Oslo, 2001 den Bremer Klavierwettbewerb und 2002 den „F. Denza“ Internationalen Klavierwettbewerb in Neapel. Hinzu tritt eine umfangreiche kammermusikalische Tätigkeit, u. a. mit dem Melos-Quartett und dem Vogler-Quartett. Von 1998 bis 2002 studierte Eugene Mursky in Salzburg und erhielt den Förderpreis des Mozarteums. Dort nahm er die Gelegenheit wahr, unter der Betreuung von Prof. Hans Leygraf sein Repertoire zu vertiefen und zu erweitern. Seit 2003 lebt Eugene Mursky in Berlin und konzertiert in Musikzentren Deutschlands, Europas, in den USA und im Fernen Osten als Solist und Kammermusikpartner.